Tiertrainer

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Wie sieht sinnvolles Hundetraining aus? Warum beginnt am Besten schon der Züchter damit? Und warum ist es von Vorteil, wenn der Züchter gleichzeitig aktiver Hundetrainer ist?

Für den Laien sieht Hundetraining oftmals so einfach aus: dem Hund ein Leckerchen vor die Nase halten und ihn damit zu einem bestimmten Verhalten bringen. Oder ihn einfach bestrafen, wenn er etwas tut, das man nicht möchte. Tatsächlich funktionieren diese Methoden oftmals, ohne dass der vermeintliche „Trainer“ wirklich weiß, was er da tut. Leider, denn hieraus kann sich auch negatives Hundeverhalten entwickeln. 

Als staatlich geprüfter Hundetrainer mit der Erlaubnis nach § 11 Abs. 1 Nr. 8f TierSchG lerne ich seit 2014 in der Hundeschule mit jedem neuen Hund-Halter-Team weitere Facetten der Hundeausbildung insbesondere in folgenden Bereichen kennen:

  • Erziehungskurse für Welpen, Junghunde und halbstarke Hunde;
  • Theoretische und praktische Vorbereitungskurse für Sachkunde-Prüfungen (Begleithundeprüfung, Hundeführerschein, Wesenstest, Zuchttauglichkeit usw.);
  • Vorbereitungskurse für Hundesport-Prüfungen (Apportieren, Rally Obedience, Agility usw.);
  • Beschäftigungskurse (Copy Me, Dog Dance usw.);
  • Einzelunterricht bei Verhaltensauffälligkeiten, zur Bindungsförderung usw.

Während meiner Tätigkeit als Hundetrainer habe ich festgestellt, dass wirklich gutes Hundetraining sehr viel mehr verlangt als man zunächst annimmt und man nicht früh genug mit dem (spielerischen) Training beginnen kann. Insbesondere da Welpen bis zur 16. Lebenswoche besonders leicht lernen und die gemachten Erfahrungen besonders gut „abspeichern“. Ihr ganzes Leben lang können die Welpen auf diese besonders gelernte und abgespeicherte „Geborgenheitsgarnitur“ zurückgreifen.

Unsere Welpen profitieren natürlich von den umfangreichen Erziehungserfahrungen als Hundetrainer und werden individuell und spielerisch vor der Abgabe in ihr neues Zuhause auf einen gewissen Grundgehorsam vorbereitet.

2021 – Eine neue Herausforderung beginnt:

Da ich Hunde und die Arbeit mit Hunden über alles liebe, habe ich mich Anfang 2021 entschlossen mit den beiden Aufbaustudiengängen

  • Assistenzhunde-Trainer und
  • Therapiebegleithunde-Trainer

zu beginnen. Dabei sind sowohl der Assistenzhunde-Trainer als auch der Therapiebegleithunde-Trainer eine Spezialisierung des (vorausgesetzten) staatlich geprüften Hundetrainers.

Ein Assistenzhund ist für mich immer schon viel mehr als nur ein Helfer auf 4 Pfoten. Vielmehr geht es dabei für mich um den Aufbau einer ganz besonderen Beziehung zwischen Mensch und Hund. Einer Art Symbiose, die so einzigartig ist, dass sie bei mir als außenstehendem Betrachter bei jedem neuen Mensch-Hunde-Assistenzteam Gänsehaut hervorruft.

Ziel des Assistenzhunde-Trainers ist es, dass er Hunden beibringt, (s)einen Menschen und dessen Umgebung zu scannen, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen und entsprechend zu agieren. Der Einsatzbereich von Assistenzhunden ist so vielschichtig wie es Erkrankungen gibt:

  • Signalhund / Anzeigehund (z. B. für Menschen mit Diabetes, Epilepsie u. v.m.)
  • Begleithund (z. B. für Menschen mit Autismus, Beeinträchtigung des Sehens, psychischen Beeinträchtigungen, Multiple Sklerose u. v. m.)

Als perfekte Ergänzung des individuell auf eine spezielle Erkrankung bzw. Person ausbildenden Assistenzhunde-Trainers steht daneben der Therapiebegleithunde-Trainer. Der Therapiebegleithunde-Trainer bereitet Hunde auf deren Einsatz in sozialen Berufen (wie z. B. in Schulen, Kitas, Psychiatrischen Einrichtungen, Senioreneinrichtungen, Hospiz u. v. m.) vor. Als Studienschwerpunkte habe ich

  • Schulhunde-Ausbildung und
  • Demenzhunde-Ausbildung

gewählt.

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